LIEBE ist …

Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin an der Liebesschule vom 17.1.13:lb8

Whow, so geht das also mit der Liebesschule. Ich hatte mich vorher gefragt, wie ich mit Atmen wohl lieben könnte. Und bin nach diesem Abend reich beschenkt.
Bandhini, die Lehrerin an diesem Abend und gleichzeitig auch Schülerin, was sie betonte, hat behutsam in der Ankommensrunde jeden zum Kontakt mit sich eingeladen. Ich war überrascht, wie leicht das ging und wie unausweichlich ich mich mit mir selbst verbunden fühlte. Nicht weil sie das so wollte, nein, weil ich gar nicht anders konnte. Ihre klaren und herzlichen Worte liessen keine Verstecke-ecke mehr offen, in die ich mit gesellschaftlichem blabla oder Theoretisieren über mich selbst hätte ausweichen können.
Im großen Gruppenraum sollte dann jeder für sich atmen, mit inspirierender Musik im Hintergrund. Der Atem sollte ohne Pause sein, das war wichtig. Und wir waren aufgefordert, nur zu beobachten, was passiert, was der Körper für Empfindungen oder Emotionen meldet oder der Verstand für Gedanken denkt.
Und damit begann eine einstündige spannende Reise. Eine Reise in meine Vergangenheit und ins hier und jetzt. Beides gleichzeitig.
Ich war schnell traurig und fühlte mich hoffnungslos. Dann kam ganz ungeplant und nicht von mir initiiert ein Mensch, der atmete, in  Kontakt mit mir. Ich fühlte und spürte diesen Menschen in verschiedenen Abständen, während mein Körper mich mit Ärger und Angst an alte Geschichten aus meiner Vergangenheit erinnerte. Gleichzeitig fühlte ich Neues, einen mit sich verbundenen Menschen, der mich für sich nutzte. Und das gefiel mir. Denn ich nutzte ihn gerade genau so für mich! Indem ich meine alten Emotionen beobachtete und gleichzeitig das Neue wahrnahm. Ich hatte Phantasien über seine Geschichte und ebenso war sie mir egal, denn ich wollte Mich entdecken. Also habe ich der Versuchung, mich von mir durch seine mögliche Geschichte ablenken zu lassen, bewusst widerstanden.
Und dann war da der Satz in mir: Liebe ist, richtig zu SEIN.
Ich kann für mich richtig sein. Oder für einen anderen Menschen. Wir beide waren jeweils für uns selbst UND für den anderen richtig, gerade weil wir nichts für den anderen tun oder herstellen oder richtig machen wollten. Das war für mich eine geniale und tiefe Erfahrung, dass ich sein kann, wie ich bin und gerade deswegen Nähe, Direktheit und Selbstverständlichkeit in einer Berührung erfahre.
Mit dem Atmen bin ich im hier und jetzt geblieben. Er hat mich dahin geführt, sowohl alte Erinnerungen zu erleben, als auch wach und präsent für das Neue, den Moment jetzt, die Erfahrung hier zu sein. Gleichzeitig.
Ich bin dankbar, dass es diese Möglichkeit im Alleins gibt. Denn ich bin sicher, dass ich noch viele spannende und neue Erfahrungen mit mir und wohl auch mit den Menschen an diesen Abenden machen werde. Und dass ich die Menschen, die dort bereit sind, sich im hier und jetzt zu erfahren, immer mehr nutzen – also lieben – werde, um in Liebe richtig zu SEIN.

Vielen Dank für diese Erfahrung!

Gabriele
(Name von der Redaktion geändert)

 

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