Fotosafari: Abschied – wovon? 13.2.21

Abschied – was muss gehen, was darf gehen ?

Fortbildung.
Welchen Abschied wollen wir uns mit eingesammelten Fotos vergegenwärtigen? Was ändert sich gerade alles und kehrt möglicher Weise nicht mehr zurück? Welchen Abschied können wir begrüßen?

Denn ein Wandel bringt Umbruch und Abschied mit sich, ganz automatisch. Es kann klärend sein, bewusst zu trauern um die Dinge, die einem lieb geworden sind und demnächst oder auch jetzt schon nicht mehr vorkommen.

Die Werbung verändert sich. Plakate für Veranstaltungen gibt es – logischer Weise – gerade nicht mehr. Schaufenster sind leer und Läden schließen. Kneipen und Gastronomie hat in vielen Bereichen pappverklebte Fenster. Was fällt uns noch auf und ins Auge?

Wo sehen wir Veränderung? Wie sieht sie aus? Was verschwindet auf Nimmer-Wiedersehen, was kann später vielleicht wiederaufleben?

Hinschauen und ge-wahr-werden

Weil die „Krise“ so weitreichende Auswirkungen auf uns, unser Leben, unsere Arbeit, unsere Kinder, das Miteinander oder eben gerade nicht, hat, möchten wir gerne im Außen in einer Fotosafari ausfindig machen, wo überall ein Wandel schon statt findet.

Es ist sichtbar. Mal in größeren Auswirkungen, mal ganz klein und fein, fast subtil sieht unsere Stadt anders aus, als zuvor.

Auf Fotosafari in der Innenstadt mit After-Flow-Resonanz

Wir treffen uns um 14:30 Uhr in der Bremer City vor dem großen Eingang der Glocke.
Dann besprechen wir kurz, auch mit einem kleinen Handout, was wohl jede*r Lust hat, in der Stadt zu suchen und zu fotografieren.

Es ist nicht wichtig, eine perfekte Ausrüstung zu haben. Ein Handy mit Fotofunktion genügt vollkommen. Denn es geht uns darum, die Blickwinkel im Bild festzuhalten, zu archivieren, für unsere Nachkommen aufzuheben. „Ja, so war es früher. Die Welt war damals ganz anders. Schau mal hier und da und dort.“
Eine Fortbildung in gelebter Geschichte, Blick schärfen für Geschichte im Moment, mithilfe der Fotografie, Auseinandersetzung mit Änderungen, das ist unser Ziel. Denn Mensch muss integrieren können. Wir sind also sowohl Historiker*innen, als auch Fotografiefortgebildete und nicht zuletzt psychologisch stärkend unterwegs.

Allein oder zu zweit geht es los: Zwei Stunden durch die Stadt schlendern, hie und da ein Foto schießen. Menschen beobachten oder auch nicht. Sich inspirieren lassen. Bewusst die Stadt wahrnehmen in einem ganz anderen Modus als noch vor einem Jahr. Wie sah sie im Februar 2020 aus – wie sieht sie jetzt aus?

Um 16:30 Uhr sind wir wieder an der Glocke verabredet.

After-Flow

Zu 17:00 Uhr (zu Fuß oder mit der Bahn) treffen wir uns dann im Alleins zum gemeinsamen Fortbildungsteil der Nachbetrachtung – Hygieneplan wird selbstredend angewandt.
Jede*r sollte die Fotos schnell auf ein anderes Medium transferieren können (USB-Kabel, SD-Karte o.ä., bitte vorher ausprobieren, wie der Transfer leicht gelingt.)

Denn jetzt stellen wir einander jede*r kurz und spontan die besten, berührendsten, eindrucksvollsten eigenen Fotos vor.
Es geht nicht um gute Fototechnik, die Fotos sind nur unserer Memory-Stick, sondern um die Geschichte dahinter.
Welche Veränderung berührte dich? Was ist dir besonders ins Auge gesprungen? Wem oder was trauerst du besonders nach? Aber auch welche Veränderung begrüßt du, erfreust dich an ihr? Worauf verzichtest du gerne? Welche Konsequenzen aus all dem Gesehenen erahnst du für dich und die Welt aus dem Gesehenen, kann eine Frage für zu Hause sein, soll hier nicht im Mittelpunkt stehen.

Augen auf, Sinne auf, bewusst wahr-nehmen, aufnehmen, annehmen. Um Veränderung integrieren zu können. Denn Vogel-Strauß-Politik lässt die Seele zurück. Ja gar ganz allein. Wir allerdings wollen unsere Seele nähren und zum Ausdruck einladen.

Es gibt explizit keine große Vorbereitung für die Präsentation der eigenen 3 – 5 Bilder. Denn der Flow soll erhalten bleiben, das Geschichteerzählen ist der Clou, nicht die perfekte Welle. Wenn etwas fehlt, sogar das High-Light, ist es nicht schlimm. Weil so in der Gesamtschau ein einzigartiges gemeinsames Kunstwerk durch uns, mit uns, aus uns heraus entsteht.

Kunst im Moment, nicht festhaltbar.
Und doch in Bruchstücken durch die Fotos – konserviert.

Kosten

10 € pro Teilnehmer*in

Anmeldung

Aikia – 0421 68547896 oder kontakt@alleins-bremen.de

Bitte melden dich rechtzeitig an, da die Teilnehmer*innenzahl auf 8 begrenzt ist.

P.S.: Hygienekonzept ist vorhanden und Hygienerichtlinien werden eingehalten.

P.P.S.: Hier die aktuelle Coronaverordnung für Bremen:
https://www.transparenz.bremen.de/vorschrift_detail/bremen2014_tp.c.161864.de



2 Gedanken zu „Fotosafari: Abschied – wovon? 13.2.21

  1. Auch in der Öffentlichkeit gilt weiterhin bis zum 14.02.2021, daß sich nur mit einer Person aus einem anderen Haushalt getroffen werden darf. Findet die Veranstaltung trotzdem statt?

    • Lieber Thorsten,

      Aus-, Fort- und Weiterbildungen dürfen stattfinden. Es ist Maskenpflicht verordnet, es sei denn, dass das Maskentragen aus didaktischen Gründen nicht sinnvoll ist.

      Somit findet die Veranstaltung statt. Es ist eine Fortbildung. In der City muss Maske getragen werden, vielbelebter öffentlicher Raum, und in den Räumen vom Alleins ebenfalls gemäß der Coronaverordnung.

      In den Räumen vom Alleins wird ein entsprechend aktuelles Hygienekonzept umgesetzt.

      Herzliche Grüße

      Aikia

      P.S.: Anbei die aktuelle Coronaverordnung
      https://www.transparenz.bremen.de/vorschrift_detail/bremen2014_tp.c.161864.de

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